Hefepilz (Candida albicans)
Candida albicans - harmloser Mitbewohner oder problematischer Unruhestifter?
Was ist ein Candida albicans?
Candida albicans gehört zur Gruppe der Hefepilze, der natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen kann.
Vor allem:
- im Darm
- in der Mundhöhle
- im Genitalbereich
- auf der Haut
In kleinen Mengen ist er als harmlos zu bezeichnen und Teil der normalen Mikroflora. Probleme entstehen allerdings wenn er sich übermäßig vermehrt (in aller Regel durch ein Ungleichgewicht in der natürlichen Bakterienflora). In diesem Fall spricht man von einer sogenannten Candidose.
Welche Faktoren können ein übermäßiges Wachstum von C. albicans auslösen?
Zu den bekanntesten Faktoren gehören eine Antibiotika- oder Kortison-Therapie, welche im Zuge ihres Wirkmechanismus ebenfalls die gesunden und schützenden Darmbakterien negativ beeinflussen. Die Folge ist eine verminderte Abwehr bzw. Resistenz gegenüber Hefepilzen.
Weitere Einflüsse können darüber hinaus sein:
- Chronischer Stress
- Hormonelle Veränderungen
- Geschwächtes Immunsystem
- Anti-Baby-Pille
- Chemotherapie
Da sich Hefepilze von Zucker ernähren, gehört auch ein hoher Konsum von Zucker oder zuckerhaltigen Lebensmitteln zu einem starken Wachstumsfaktor.
Welche Symptome sind bei einer Candidose möglich?
Im Zuge unseres Praxisalltags ist die vordergründige Symptomatik darmbezogen, mit Beschwerden von Blähungen, Durchfällen, Verstopfungen, Müdigkeit und spontan auftretenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. Allergien.
Weitere Symptome sind je nach Lokalisation möglich:
Lokalisation: Darm
- Heißhunger auf Zucker
- "Brain Fog"
Lokalisation: Mund
- Weißer Belag auf der Zunge
- Brennen in der Mundhöhle
- schlechter Geschmack
- Mundgeruch bei ausreichender Zahnhygiene
Eine vermehrte Besiedlung des Intimbereiches (fast ausschließlich bei Frauen) äußert sich mit Ausfluss, einem Brennen und/oder einem Juckreiz im Intimbereich. In aller Regel treten diese Symptome auch nach erfolgreicher Therapie durch einen Frauenarzt/eine Frauenärztin nach kurzer Zeit wieder auf, da die ursächliche Hefepilzbelastung vom Darm ausgeht und vor allem beim Sport oder sommerlichen Temperaturen über Schweißbildung am Rektum den Weg wieder in den Intimbereich findet.
Wie kann eine Candidose festgestellt werden?

Eine sichere Diagnose kann nur über eine Laboranalyse von Stuhl (darmbezogen), Abstrichen (Mund/Intimbereich) oder Blutmarkern (bei systemischen Belastungen) gestellt werden.
Wichtig ist es an dieser Stelle eine ggf. normale Schleimhautbesiedlung mit einem C. albicans zu berücksichtigen. Es muss somit in jedem Fall die Menge der Pilze gemessen werden. Am Beispiel einer Stuhluntersuchung, sind bis zu 100 "Koloniebildende Einheiten pro Gramm Stuhlgewicht" (kbE/g) noch als in der Norm zu betrachten und stellen keine übermäßige Vermehrung dar.
Übersteigt der Laborbefund diesen Wert, kann insofern eine entsprechende Symptomatik beim Patienten besteht, eine Therapie sinnvoll oder notwendig sein. In jedem Fall ist es allerdings sinnvoll die Ernährung anzupassen sowie die Darmflora gezielt zu unterstützen.
Wie sieht die Behandlung einer Candidose aus?
Im schulmedizinischen Rahmen wird eine Candidose mit antimykotischen Wirkstoffen wie z.B. Nystatin oder Amphotericin bei lokaler Darm- oder Mundhöhlenbesiedlung eingesetzt sowie Fluconazol bei systemischen Besiedelungen. Bei den letzeren beiden Wirkstoffen handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente.
Darüber hinaus ist eine Stabilisierung oder Stärkung des Immunsystems angezeigt.
Im Zuge unserer seit 1990 bestehenden Expertise, können wir adäquate Behandlungserfolge auch über das Bioresonanz-Verfahren darstellen, im Zuge dessen der Patient mit den o.g. Wirkstoffinformationen über ein Magnetfeld konfrontiert wird und somit den Wirkstoff nicht aktiv einnehmen muss.
Wie kann die Therapie naturheilkundlich unterstützt werden?
Allem voran möchte ich betonen, dass ich gezielt "nur" von einer sinnvollen Unterstützungen einer medikamentösen Therapie oder Bioresonanz-Therapie spreche. Der Behandlungszeitraum mit rein pflanzlichen Stoffen erstreckt sich in aller Regel über 6-9 Monate (welcher einen strikten Verzicht auf Zucker, Obst und Weißmehlprodukte über die gesamte Dauer beinhaltet), mit einem der Erfahrung nach mäßigen Therapieerfolg.
Wissenschaftlich durch Studien belegt, sind folgende pflanzliche Stoffe sinnvoll:
- Allicin (Knoblauch) - zerstört Candida-Zellwände
- Caprylsäure (in Kokosöl) - hemmt Pilzwachstum
- Oregano-Öl - stark antimykotisch
- Berberin - reduziert Biofilm des Pilzes
- Lapacho Rinde - hemmt Pilzwachstum
Bevor diese Stoffe zusätzlich eingenommen werden, ist es zwingend erforderlich mit dem zuständigen Arzt/Heilpraktiker rücksprache zu halten! Da es sich z.B. bei Allicin um ein verhältnissmäßig starkes Allergen handeln kann, muss die Verträglichkeit ggf. vorab getestet werden.
Zusammenfassend
In geringen Besiedlungsmengen stellt ein Candida albicans keine Belastung für den menschlichen Organismus dar, kann allerdings bei übermäßigem Wachstum in unterschiedlichen körperlichen Bereichen zu ernst zu nehmenden Problemen führen.
Eine gezielte Diagnose ist über viele Labore in Deutschland im Zuge einer Stuhlprobe, eines Abstrichs oder einer Blutentnahme innerhalb eines kurzen zeitlichen Rahmens möglich. Betroffene mit o.g. eventuell bereits chronischen Symptomen sollten eine Abklärung in jedem Fall in betracht ziehen.
Der Hefepilz Candida albicans ist trotz der guten therpeutischen Möglichkeiten ein hartnäckiger "Untermieter", welcher eine verhältnissmäßig strikte Therapie benötigt. Dies beinhaltet sowohl eine gezielte antimykotische Therapie (Anti-Pilz-Therapie), eine strikte Diät sowie eine Stärkung der regulären Bakterienflora im betroffenen körperlichen Bereich.
Naturheilkundlich kann mit unterschiedlichsten Präparaten und natürlichen Wirkstoffen der Therapieerfolg verbessert werden.
Zur Abklärung ob eine Candidose vorliegt, vereinbaren Sie gerne in unserer Praxis einen Termin.

Autor: HP Manuel Bauer

Disclaimer
Bitte beachten Sie, dass die o.g. Therapieverfahren mit keinem Heilversprechen einhergehen. Die Ursachen der Beschwerden können so individuell sein, wie der Mensch selbst und erstrecken sich teilweise über mehrere Bereiche.
Zu dieser Aussage, sind wir gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG) verpflichtet.
